Kuchen & Tartes

Apfelstrudel mit gezogenem Teig

Echter Strudel heißt: Dutzende Lagen Teig, so dünn, dass man die Zeitung hindurch lesen könnte, um heiße Zimtäpfel gewickelt. Klingt einschüchternd, aber der Schlüssel ist nur eine gute Ruhezeit – danach zieht sich der Teig fast von allein. Wir finden, einmal sollte man es probieren: Zu sehen, wie der Teig den ganzen Tisch bedeckt, ist ein echtes Küchenerlebnis.

Zum Rezept
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Apfelstrudel mit gezogenem Teig – das fertige Gericht
Vorbereitung
1 Std.
Garzeit
40 Min.
Ruhezeit
1 Std. 20 Min.
Gesamt
3 Std.
Portionen
8
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Pro Portion
380 kcal

Zutaten

Für den Teig

Für die Füllung

  • Was du stattdessen nehmen kannst

    Keine Nerven für gezogenen Teig? Nimm 250 g fertigen Filoteig: 6–7 Blätter übereinanderlegen, jedes mit Butter bestreichen, und genauso füllen.

Zum Fertigstellen

Ergibt: 1 Strudel, 8 Stücke

Zubereitung

  1. Schritt 1: Teig kneten

    Misch Mehl und Salz und gib warmes Wasser, Öl und Zitronensaft dazu. Knete den Teig 8–10 Minuten, bis er glatt, elastisch und seidig ist – er soll sich sauber von Händen und Arbeitsfläche lösen.

  2. Schritt 2: Teig ruhen lassen

    Form den Teig zu einer Kugel, bestreich ihn dünn mit Öl, stülp eine angewärmte Schüssel darüber und lass ihn 1 Stunde ruhen. In dieser Zeit entspannt sich das Gluten, und der Teig lässt sich ziehen, ohne zu reißen.

  3. Schritt 3: Füllung vorbereiten

    Röste die Semmelbrösel in der Butter bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten goldbraun und nussig und lass sie abkühlen. Weich die Rosinen 10 Minuten in kochendem Wasser ein und tupf sie trocken. Schäl die Äpfel erst direkt vor dem Füllen, schneide sie in 3 mm dünne Scheiben und misch sie mit Zitronensaft, Zucker, Zimt und Rosinen.

  4. Schritt 4: Teig ausziehen

    Heize den Backofen auf 190 °C (Ober-/Unterhitze) vor. Deck einen Tisch mit einem großen, sauberen Baumwolltuch ab und bestäub es mit Mehl. Roll den Teig so dünn wie möglich aus, schieb dann die Handrücken darunter und zieh ihn von der Mitte aus vorsichtig nach außen, rund um den Tisch, bis er durchscheinend und etwa 60 × 80 cm groß ist. Kleine Löcher machen nichts; die dicken Ränder schneidest du ab.

  5. Schritt 5: Füllung verteilen

    Beträufle den Teig mit einem Teil der geschmolzenen Butter. Streu die Brösel in einem Streifen entlang einer Schmalseite, 5 cm vom Rand entfernt, und häuf die Äpfel in einem etwa 10 cm breiten Streifen darauf.

  6. Schritt 6: Strudel einrollen

    Schlag die Seitenränder über die Füllung. Heb das Tuch an, sodass sich der Strudel von selbst zu einer festen Rolle aufrollt. Lass ihn mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech gleiten, bieg ihn bei Bedarf zu einem Hufeisen und bestreich ihn mit Butter.

  7. Schritt 7: Strudel backen

    Back den Strudel 35–40 Minuten und bestreich ihn nach der Hälfte der Zeit noch einmal mit Butter. Er ist fertig, wenn er tief goldbraun und knusprig ist und an den Enden Saft austritt.

  8. Schritt 8: Anschneiden und servieren

    Lass den Strudel 20 Minuten abkühlen, bestäub ihn mit Puderzucker und schneide ihn mit einem Wellenschliffmesser in Stücke.

Tipps & Varianten

  • Tipp

    Reißt der Teig oder zieht er sich zurück, hat er nicht lange genug geruht: Deck ihn ab und warte noch 10–15 Minuten. Warme Hände und eine warme Küche helfen sehr.

  • Alternative

    Keine Nerven für gezogenen Teig? Nimm 250 g fertigen Filoteig: 6–7 Blätter übereinanderlegen, jedes mit Butter bestreichen, und genauso füllen.

  • Variante

    Gib 50 g geröstete Walnüsse in die Füllung und weich die Rosinen statt in Wasser in einem Löffel Rum ein.

  • Aufbewahrung

    Am besten schmeckt Strudel am Backtag. Reste halten sich im Kühlschrank bis zu 2 Tage; wärm sie 10 Minuten bei 170 °C auf, damit der Teig wieder knusprig wird.

Nährwerte

Ungefähre Nährwerte pro Portion und für das ganze Gericht
1 Portion Ganzes Gericht 8 Portionen
Brennwert380 kcal3.040 kcal
Eiweiß5 g40 g
Fett13 g104 g
Kohlenhydrate61 g488 g

Näherungswerte, berechnet aus Standard-Nährwertangaben der Zutaten.