Quiches & Teigtaschen

Quiche Lorraine

Eine gute Quiche hängt an zwei Dingen: einem knusprigen, richtig blind gebackenen Boden und einer Füllung, die aus dem Ofen kommt, solange die Mitte noch zittert. Gelingt beides, wird die Füllung seidig statt gummiartig, und jedes Stückchen Räucherspeck kommt zur Geltung. Warm mit einem knackigen grünen Salat serviert, brauchst du nichts weiter.

Zum Rezept
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Quiche Lorraine – das fertige Gericht
Vorbereitung
35 Min.
Garzeit
55 Min.
Ruhezeit
1 Std. 40 Min.
Gesamt
3 Std. 10 Min.
Portionen
8
Schwierigkeit
Mittel
Pro Portion
470 kcal

Zutaten

Für den Teig

Für die Füllung

  • Was du stattdessen nehmen kannst

    Statt Gruyère passen Emmentaler, Bergkäse oder ein anderer nussiger, gereifter Hartkäse, statt Räucherspeck geräucherter Schweinebauch oder Pancetta.

Ergibt: 1 Quiche (Ø 24 cm), 8 Stücke

Zubereitung

  1. Schritt 1: Teig zubereiten

    Misch Mehl und Salz, gib die kalte Butter dazu und verreib sie mit den Fingerspitzen zu groben Krümeln, in denen noch ein paar erbsengroße Butterstückchen zu sehen sind. Gib Eigelb und 3 EL eiskaltes Wasser dazu und drück den Teig rasch zusammen. Den zusätzlichen Löffel Wasser nur, wenn er krümelig bleibt. Drück ihn zu einer flachen Scheibe, wickle ihn ein und stell ihn 1 Stunde kalt.

  2. Schritt 2: Form auslegen

    Roll den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Kreis von 30 cm und etwa 3 mm Dicke aus. Leg ihn in eine Tarteform (Ø 24 cm) mit Hebeboden, drück ihn gut in die Ecken und lass den Überstand über den Rand hängen. Stich den Boden mit einer Gabel ein und stell die Form 20 Minuten kalt, während der Backofen auf 190 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizt.

  3. Schritt 3: Blind backen

    Leg den Teig mit Backpapier aus, füll getrocknete Hülsenfrüchte oder Reis ein und back ihn 15 Minuten. Nimm Papier und Gewichte heraus und back ihn weitere 8–10 Minuten, bis der Boden trocken und hellgolden aussieht. Schneide den Überstand mit einem scharfen Messer bündig ab und schalte den Ofen auf 170 °C herunter.

  4. Schritt 4: Speck auslassen

    Gib den Speck in eine kalte, trockene Pfanne und brate ihn bei mittlerer Hitze 6–8 Minuten, bis das Fett ausgetreten ist und die Ränder goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

  5. Schritt 5: Guss verquirlen

    Verquirl in einem Messbecher die Eier mit Sahne und Milch, würze mit Muskat, Pfeffer und nur einer Prise Salz, denn Speck und Käse sind schon salzig. Rühr, bis alles glatt ist, aber nicht schaumig.

  6. Schritt 6: Boden füllen

    Verteil Speck und Käse gleichmäßig auf dem Boden, stell die Form auf ein Backblech und schieb sie in den Ofen. Gieß den Guss erst dort fast bis zum Rand ein, so musst du keine randvolle Form tragen.

  7. Schritt 7: Backen, bis die Füllung gerade stockt

    Back die Quiche 30–35 Minuten. Sie ist fertig, wenn der Rand fest ist, die Oberfläche goldene Flecken hat und die Mitte leicht wackelt wie Götterspeise, wenn du an die Form stößt.

  8. Schritt 8: Vor dem Anschneiden ruhen lassen

    Lass die Quiche 15–20 Minuten in der Form ruhen, beim Abkühlen stockt die Füllung fertig, und die Stücke lassen sich sauber schneiden. Dann vom Boden lösen und anschneiden.

Tipps & Varianten

  • Variante

    Die ältesten Versionen der Quiche Lorraine kommen ganz ohne Käse aus, nur mit Speck, Eiern und Sahne. Probier das einmal: Der Geschmack ist klarer und feiner.

  • Tipp

    Rutscht der Teig beim Blindbacken an den Seiten herunter, war er nicht kalt genug. Lass die 20 Minuten Kühlzeit nach dem Auslegen nie weg.

  • Alternative

    Statt Gruyère passen Emmentaler, Bergkäse oder ein anderer nussiger, gereifter Hartkäse, statt Räucherspeck geräucherter Schweinebauch oder Pancetta.

  • Aufbewahrung

    Im Kühlschrank hält sie sich bis zu 3 Tage. Stücke bei 160 °C 10–12 Minuten aufwärmen, in der Mikrowelle wird der Boden weich.

Nährwerte

Ungefähre Nährwerte pro Portion und für das ganze Gericht
1 Portion Ganzes Gericht 8 Portionen
Brennwert470 kcal3.760 kcal
Eiweiß15 g120 g
Fett37 g296 g
Kohlenhydrate20 g160 g

Näherungswerte, berechnet aus Standard-Nährwertangaben der Zutaten.