Sauerteigbrot aus dem Topf
Sauerteigbrot verlangt weniger Kraft als Aufmerksamkeit: Die meiste Zeit arbeitet der Teig allein, du faltest ihn nur ein paarmal und beobachtest, wie er wächst. Die kalte Gare über Nacht im Kühlschrank bringt eine milde Säure, das Backen im gusseisernen Topf eine knusprige Kruste mit schönem Ausbund. Das Rezept ist für einen aktiven Weizensauerteig gedacht.

- Vorbereitung
- 40 Min.
- Garzeit
- 45 Min.
- Ruhezeit
- 24 Std. 35 Min.
- Gesamt
- 26 Std.
- Portionen
- 12
- Schwierigkeit
- Anspruchsvoll
- Pro Portion
- 165 kcal
Zutaten
Ergibt: 1 runder Laib, ca. 900 g, 12 Scheiben
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Zubereitung
Backofen
250 °C · Ober- und Unterhitze, ohne Umluft
Mit Umluft: 230 °C
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Schritt 1: Sauerteig auffrischen
Füttere den Sauerteig 4–6 Stunden vor dem Teigmachen und stell ihn warm. Er ist bereit, wenn er sich mindestens verdoppelt hat, eine gewölbte Oberfläche zeigt, voller Blasen ist und ein Löffel davon im Wasser schwimmt.
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Schritt 2: Autolyse
Verrühr beide Mehle mit 340 ml Wasser, bis keine trockenen Klümpchen mehr zu sehen sind. Deck die Schüssel ab und lass sie 45 Minuten stehen: Das Mehl quillt, und der Teig wird ganz ohne Kneten dehnbarer.
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Schritt 3: Sauerteig und Salz einarbeiten
Gib den Sauerteig auf den Teig und arbeite ihn durch Zwicken ein. Streu dann das Salz darüber, gib die restlichen 20 ml Wasser dazu und zwick und falte den Teig 3–4 Minuten weiter, bis das Wasser aufgenommen ist und der Teig wieder zusammenhält.
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Schritt 4: Stockgare mit Dehnen und Falten
Lass den Teig bei 24–26 °C 4–5 Stunden gehen. Dehne und falte ihn in den ersten 2 Stunden alle 30 Minuten: Zieh mit nasser Hand eine Seite nach oben, leg sie zur Mitte und dreh die Schüssel weiter, 4-mal rundherum. Der Teig ist so weit, wenn er um 50–75 % gewachsen ist, eine gewölbte Oberfläche und Blasen am Rand hat und wackelt, wenn du die Schüssel bewegst.
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Schritt 5: Brot formen
Kipp den Teig auf die Arbeitsfläche, form ihn locker rund und lass ihn 20 Minuten entspannen. Bemehl ihn, dreh ihn um, schlag die Ränder zur Mitte ein und zieh ihn über die Fläche, damit sich die Oberfläche strafft. Leg ihn mit der Naht nach oben in ein großzügig mit Reismehl ausgestreutes Gärkörbchen.
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Schritt 6: Kalte Gare
Steck das Körbchen in einen Beutel und stell es 12–14 Stunden in den Kühlschrank (bis zu 16 Stunden geht auch). Die Kälte bremst die Gärung, bringt Geschmack und macht den Teig fest, sodass er sich gut einschneiden lässt.
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Schritt 7: Topf vorheizen
Stell einen gusseisernen Topf mit Deckel in den Ofen und heize ihn mindestens 45 Minuten auf 250 °C (Ober-/Unterhitze) auf. Stürz den Teig direkt aus dem Kühlschrank auf Backpapier und schneide ihn mit einer Rasierklinge einmal beherzt 1 cm tief in einem Winkel von 30–45° ein.
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Schritt 8: Backen
Heb das Brot mit dem Backpapier in den heißen Topf, setz den Deckel auf und back es 20 Minuten. Nimm den Deckel ab, reduzier die Temperatur auf 230 °C und back es weitere 20–25 Minuten, bis die Kruste tief braun ist und das Brot innen 96–98 °C hat.
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Schritt 9: Auskühlen lassen
Lass das Brot mindestens 2 Stunden auf einem Gitter auskühlen. Die Kruste knistert dabei, und die Krume setzt sich endgültig. Schneidest du früher an, ist sie noch klebrig.
Tipps & Varianten
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Tipp
Die Teigtemperatur zählt mehr als die Uhr: Bei 22 °C kann die Stockgare 6–7 Stunden dauern, bei 27 °C nur 3,5–4. Achte auf Volumen und Blasen.
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Tipp
Läuft der Teig breit und hält keine Form, nimm beim nächsten Mal 20–30 ml weniger Wasser. Jedes Mehl nimmt Wasser etwas anders auf.
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Variante
Arbeite bei der ersten Faltrunde 60 g geröstete Sonnenblumenkerne oder 1 EL Kümmel ein.
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Aufbewahrung
Leg das Brot mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett oder bewahr es in einem Leinenbeutel auf, so hält es 3–4 Tage. Altbackene Scheiben werden im Toaster wieder richtig gut.
Nährwerte
| 1 Portion | Ganzes Gericht 12 Portionen | |
|---|---|---|
| Brennwert | 165 kcal | 1.980 kcal |
| Eiweiß | 6 g | 66 g |
| Fett | 1 g | 10 g |
| Kohlenhydrate | 34 g | 408 g |
Näherungswerte, berechnet aus Standard-Nährwertangaben der Zutaten.
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