Teige und Grundlagen

Hühnerbrühe

Der Unterschied zwischen einem gekauften Würfel und echter Brühe ist der Unterschied zwischen Salzwasser und Essen. Nehmen Sie Knochen statt Fleisch: Die Gelatine aus Knorpel und Gelenken gibt den Körper, der kalte Brühe zum Wackeln bringt. Und eine Regel entscheidet alles — Brühe kocht nicht. In dem Moment, in dem sie richtig blubbert, emulgiert das Fett und die Flüssigkeit trübt endgültig.

Zum Rezept
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Hühnerbrühe – das fertige Gericht
Vorbereitung
15 Min.
Garzeit
3 Std.
Gesamt
3 Std. 15 Min.
Portionen
8
Schwierigkeit
Einfach
Pro Portion
40 kcal

Zutaten

Ergibt: etwa 2 l Brühe

Zubereitung

  1. Schritt 1: Mit kaltem Wasser beginnen

    Die Knochen in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken — ausdrücklich kaltem. In heißem Wasser stockt das Protein sofort an den Knochen und kommt nie in die Brühe.

  2. Schritt 2: Essig zugeben

    Den Esslöffel Apfelessig zugießen und 15 Minuten stehen lassen, während der Herd warm wird. Die Säure hilft, Kollagen aus den Knochen zu lösen, und ist später nicht zu schmecken.

  3. Schritt 3: Erhitzen und abschäumen

    Bei mittlerer Hitze zu den ersten Bläschen bringen und den grauen Schaum sorgfältig abnehmen. Das ist geronnenes Protein: bleibt es drin, bleibt die Brühe trüb.

  4. Schritt 4: Gemüse zugeben

    Karotte, Zwiebel, Sellerie, Pfefferkörner, Lorbeer und Kräuter zugeben. Sie kommen nach dem Abschäumen hinein, sonst stören sie beim Sammeln des Schaums.

  5. Schritt 5: Kaum zitternd halten

    Die Hitze senken, bis die Oberfläche nur zittert und ab und zu eine Blase steigt. 3 Stunden offen simmern — die Brühe soll um etwa ein Drittel einkochen.

  6. Schritt 6: Abseihen

    Durch ein feines, mit einem Tuch ausgelegtes Sieb abseihen. Die Knochen nicht drücken: Drücken presst Trübung direkt in klare Brühe.

  7. Schritt 7: Abkühlen und Fett abnehmen

    In einer Schüssel mit kaltem Wasser schnell abkühlen und über Nacht kühlen. Am nächsten Tag hebt sich das Fett als eine feste Scheibe mit dem Löffel ab.

Tipps & Varianten

  • Tipp

    Brühe nicht salzen. Sie kocht in einer Suppe oder Sauce fast immer weiter ein, und jetzt gesalzen heißt später versalzen.

  • Variante

    Die Knochen zuerst 30 Minuten bei 220 °C rösten für eine braune Brühe mit tieferem Geschmack, besser für Saucen und Bratensaft.

  • Tipp

    Knochen über einen Monat im Gefrierfach sammeln: das Gerippe eines Bratenhuhns, Abschnitte, Flügelspitzen. Zwei Kilo kommen schneller zusammen, als man denkt.

  • Aufbewahrung

    Vier Tage im Kühlschrank, sechs Monate im Gefrierfach. In Portionen von 250 ml einfrieren, oder als Würfel in der Eiswürfelform.

Nährwerte

Ungefähre Nährwerte pro Portion und für das ganze Gericht
1 Portion Ganzes Gericht 8 Portionen
Brennwert40 kcal320 kcal
Eiweiß5 g40 g
Fett2 g16 g
Kohlenhydrate1 g8 g

Näherungswerte, berechnet aus Standard-Nährwertangaben der Zutaten.

Erfahrungen und Fragen

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